Nachdem wir zurück waren, hatten wir noch ein paar Stunden Zeit. Diese nutzte ich, um diesen Block aus dem Boden zu stampfen. Danke dabei an Patrick für die technische Unterstützung!
16:00 Uhr war dann Start zur Sundowner Safari mit dem Jeep. Insgesamt waren neben dem Fahrer und Guide John 9 Passagiere an Bord. Zeitiges Kommen sichert die besten Plätze, spricht der Volksmund. Das zumeist deutsche Publikum macht natürlich seinem Ruf alle Ehre, so dass um 15:51 Uhr nur noch zwei einzelne Plätze am Rand frei waren. Somit saß Lisa auf dem mittleren Platz links, ich ordnete mich standesgemäß dahinter ein.

Allerdings sollte sich diese Platzwahl als ziemlich gut herausstellen, da wir somit beide keinen Mittelplatz hatten und daher die beste Aussicht genießen konnten.
Wir fuhren zunächst den schon bereits nachmittags abgeschrittenen Weg entlang, um dann immer weiter in das ca. 10.000 ha (in Fußballfelder umgerechnet entspricht das ca. 14.000) große Reservat einzudringen.
Zunächst waren viele verschiedene Vogelarten zu sehen, welche sich aufgrund ihrer Schnelligkeit und sicher auch dem fotografischen Unvermögen unserseits nicht als Fotomotiv empfahlen. John fand es sehr erwähnenswert, welche dieser Arten monogam sind und welche Männchen der Meinung sind, dass ein einziges Frauchen im Leben definitiv zu langweilig ist.
Als erstes Model machte uns dann trotzdem ein Vogel seine fotogene Aufwartung. Nämlich ein Strauß.



Nur wenig später sahen wir zum ersten Mal das bereits erwähnte National-Tier Namibias, die Oryx-Antilopen aus der Nähe.


Mehrere Herden von Springböcken folgten. Nebenbei bemerkt ist dies das Nationaltier des benachbarten Südafrikas. Als Abendessen am Vortag waren die Steaks dieser Tiere etwas trocken. Schön anzusehen sind sie allemal und ihren Namen tragen sie auch zu Recht. Leider nicht im Bild eingefangen, aber ich kann versichern, dass es extrem witzig aussieht, wenn sie über die Büsche hüpfen und dabei das Hinterteil in die Höhe strecken.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mangels eigener Dokumentation Bilder erst nachliefern muss. Ich vermute, dass Lisa visuelle Eindrücke gespeichert hat. Diese ist allerdings gerade zur Besteigung eines nahegelegenen Berges unterwegs. Ich konnte mich mit der Ausrede, weiter an diesem Blog zu arbeiten abkömmlich machen. Bilder folgen somit. Springböcke sind relativ kleine Antilopen mit markanter Maserung und hier allenthalben zu entdecken. Offensichtlich setzt zu meinem Entsetzen bereits eine gewisse Sättigung ein, da ich kein Foto finden konnte.
Dann ein wirkliches Highlight. Giraffen, eine ganze Herde. Einige labten sich an den obersten Blättern der Bäume, welche mangels Erreichbarkeit anderer ausschließlich für diese Gattung reserviert ist. Ein imposanter Anblick. Auch Jungtiere gehörten zur Herde. Dass diese in gesamter Größe der Mutter nur bis zum Bauch reichen, lässt erahnen, mit welcher Sturzhöhe diese auf die Welt kommen. Die Babygiraffe versteckte sich allerdings etwas im Gebüsch, sodass diese für ein vorzeigbares Foto ebenso wenig geeignet war wie andere Artgenossen, von denen nur der Kopf über die benachbarte Düne lugte. Putzig sah es allemal aus. Überhaupt war es mit den Fotos etwas schwierig, da sich alle auf der rechten Seite des Fahrzeuges und damit nicht so einfach einzufangen waren. Selbst als wir dann weitere Langhälse entdeckten, waren diese wiederum auf der falschen Seite.



Als wir dann weiterfuhren neigte sich die Sonne immer mehr gen Horizont und färbte sich langsam in Orange. Wir kamen auf einer Düne an, wo John ruckzuck einen kleinen Tresen aufbaute und ein paar Snacks aus Obst, Chips, getrocknetem Fleisch (namibisches Grundnahrungsmittel, genannt Biltong) sowie eisgekühlte Getränke aufbaute. Selbst Mixgetränke waren im Angebot. Ganz typisch als Sundowner – der Gin Tonic!

So genossen wir dort den romantischen Sonnenuntergang.



Als dann selbige verschwunden war, wurde zum Rückzug zusammengetrommelt. Es folgten noch einige Wildtiersichtungen. Am originellsten war ein Straußenpaar, welches nebeneinander auf dem Fahrweg saß. Offenbar war es dort am Popo noch schön warm. Mit Sonnenuntergang sinken die Temperaturen rapide und schnell ab. Morgens sind dann um die 10°C und verbieten kurze Hosen zum Frühstück.

Gegen 19:30 waren wir dann wieder im Camp und sind sofort gespannt, was auf der Speisekarte steht zum Abendessen.


Die Vorlieben sind klar ersichtlich. Obwohl Lisa für Norina erwähnen lässt, dass sie von allem gekostet hat!
Ich habe Pork und Chicken weggelassen. Das habe ich auch daheim. Kudu und Oryx waren neben dem Carpaccio hingegen excellent.
Damit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.




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