Am Donnerstag fanden sich nach einem traumhaften Sonnenaufgang eindeutige Beweise, dass in der Nacht etwas größerer Besuch in der Anlage war. Warscheinlich wollte eine der größeren Antilopen etwas aus dem Pool kosten.


Heute geht es ins 425 km entfernte Canyon Roadhouse. Dieses wird ebenso von Gondwana Collection betrieben. Gondwana legt enormen Wert auf Nachhaltigkeit. Offensichtlich ist das bereits auf den Parkplätzen. Diese sind mit Solarpanelen überdacht. So auch auf den restlichen Dächern. In den Lodges gibt es E-Mountainbikes zum Verleih. In den riesigen Freiflächen wurden Zäune abgebaut um diese mit den Nationalparks zu verbinden um den Austausch der Tiere zu ermöglichen. Die weit verbreitete Windmühlen für die Förderung von Brunnenwasser an den Wasserlöchern werden ebenfalls auf Solar umgestellt und verschandeln so nicht die Landschaft.
Aber das soll ein Reiseblog sein und keine Influenzerei für Irgendjemanden.



Nach dem wiederum reichhaltigen und köstlichen Frühstück brachen wir auf. Nach gut 250 km auf der asphaltierten Hauptverkehrsroute des Landes, der B1, sollte es zunächst bis nach Keetmanshoop gehen. Diese wurde aber von mehreren Baustellen unterbrochen.

Die angeschriebenen 10 Minuten Wartezeit wurde eingehalten. Die Ampeltechnik besteht darin, dass auf jeder Seite der Baustelle mindestens 2 Leute mit Walkie Talkie sitzen und sich das letzte Fahrzeug durchgeben. Nebenbei wird noch mit Essen und Getränken gedealt. Zumindest bekam ich beim Nutzen der 10 Minuten für eine Zigarette dieses Angebot. Scheinbar muss das Geschäft laufen. Der Arbeiter/Händler verwirrte mich mit einem goldenen Dollar auf dem Schneidezahn.
Bei Keetmanshoop handelt es sich um eine triste Stadt. Mit ca. 21.000 Einwohnern ist sie aber immerhin die elftgrößte Stadt des Landes und das sind weniger als der Hotspot Deutschlands – Döbeln.
Überhaupt ist Namibia äußerst dünn bevölkert. Das Land kann mit der 2,5 fachen Größe Deutschlands gerade einmal 2,2 Mio. Menschen vorweisen. Nach der Mongolei ist das die geringste Bevölkerungsdichte auf unserem Planeten.
Kurz vor der Metropole Keetmanshoop hielten wir noch an einer kleinen Sehenswürdigkeit an. Dabei handelt es sich um eine recht bizarr wirkende Gegend mit Köcherbäumen, der „Köcherbaumwald“.



Diese heißen so, weil die Äste innen ganz weich sind aber nach außen hin hart und strapazierfähig. Daher wurden diese früher ausgehöhlt und als Köcher für Pfeile benutzt. Hätten wir hier wohl auch gebraucht, denn irgendwie hing da gerade der Haussegen der Familie Friebel schief.
Aber beim folgenden Einkauf im Superspar in Keetmanshoop hatten wir uns wieder lieb 🙂
Der direkte Weg sollte weiter über asphaltierte B-Straßen gehen. Wir entschieden uns allerdings für eine C-Straße, welche zwar eine Gravelroad, also eine Schotterpiste ist,aber dafür versprach uns der Reiseführer die schönere Landschaft. Und er sollte Recht behalten.





Am späten Nachmittag kamen wir dann am Canyon Roadhouse an.




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