Dieser Beitrag erscheint laut Microsoft am Tag des Nashorns.

Am Dienstagmorgen hatten wir dann eine weitere Überführungsfahrt zum nächsten Camp, dem Onguma Bush Camp. Die kürzeste Route ist laut Google Maps genau 200 km lang und führt quer durch den Etosha Nationalpark. Selbstredend verbinden wir diese Tour mit einer Safari durch dieses schöne Fleckchen Erde. Wohlwissend, dass wir ohne Guide nicht die besten Plätze und Zeiten für Sichtungen erwischen werden, blieb uns da auch nichts anderes übrig. Ebenso fehlen uns die Informationen, die sich die Fahrer untereinander austauschen, wo gerade etwas Spektakuläres gesehen wurde. Aber wir versuchen unser Glück auch eigene Faust.
Den Eingang zum Camp und zur 17 km entfernten Rangerstation, um die Tickets zu kaufen, kannten wir bereits vom Vortag. Am Eingang stand erst eine Mitarbeiterin, die uns ein Formular zum Eintrag unserer persönlichen Daten und zum Fahrzeug gab. Eine Dame, weitere 20 Meter später, kontrollierte dieses und auch die Drivers Licence und wiederum die nächsten Mitarbeiter im Camp verkauften unter Vorlage des Scheines die Tickets, was wiederum am Abend bei der Ausfahrt händisch kontrolliert und verglichen wurde. So werden hier Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten. In unserer Heimat würde dies sicher alles automatisiert ablaufen. Auffällig ist am Etosha-Nationalpark, dass diese Tätigkeiten ausnahmslos von Frauen verrichtet werden.
Als wir die Formalitäten erledigt hatten und uns nunmehr autorisiert im Park aufhielten, dachten wir uns, dass wir gleich mal das erste Wasserloch vom Vortag anfahren. Eben jenes, welches der weiße Elefant nach ausgiebigem Bad noch als komplette sanitäre Einrichtung nutzte.
Dort waren einige Zebras, Springböcke, Kudus und Perlhühner zu sehen, die uns mittlerweile nicht mehr wirklich vom Hocker rissen. Hilfe … irgendwie sind wir mittlerweile schon ganz schön verwöhnt.

Aber gleich kurz danach entdeckten wir noch etwas versteckt ein Nashorn. Als sich dieses immer weiter grasend an die Straße vortastete, entdeckten wir, dass diese Kuh noch ihren Nachwuchs dabei hatte und uns präsentieren wollte. Dass sich diese so bereitwillig und ausgiebig fotografieren ließen, fanden wir sehr zuvorkommend. Ein toller Anblick. Nachdem wir uns eine gute viertel Stunde kaum davon satt sehen konnten, verschwanden die beiden wieder im Busch.

Wir cruisten so die jeweiligen Hotspots ab und sahen immer mal mehr und mal weniger Tiere.

Ziemlich in der Mitte des Parkes gibt eines einen Aussichtspunkt in die Etosha-Pfanne. Dabei handelt es sich um eine 130 mal 50 km große Salzwüste, in welche man einige Kilometer einfahren kann. Rundherum weithin einsehbar: nichts als weiß. Wir waren dort allein, daher trauten wir uns auch mal kurz auszusteigen, um von uns ein Erinnerungsfoto zu schießen.

Bis auf wenige Ausnahmen ist aussteigen aus dem Fahrzeug – vor allem zum eigenen Schutz – nicht gestattet. Die wenigen Ausnahmen sind die Forts und einige, sagen wir mal, wenig empfehlenswerte WC-Anlagen.

Auf einmal war die Hauptstraße komplett zugeparkt. Kein Durchkommen ist möglich. Eine Nachfrage, was es denn zu sehen gibt, brachte die Antwort „three lions“. Es sollte sich sicher nicht um die englische Fußballnationalmannschaft handeln, aber auch so blieb uns der direkte Blick verwehrt, also schlängelten wir uns irgendwie durch und fuhren weiter.

Stau im Park

Als nächstes steuerten wir eine etwas weiter von der Hauptstraße entfernte Wasserstelle an. Die Zuwegung brachte unseren kleinen SUV schon an die Grenzen der Bodenfreiheit. Der weibliche Teil unserer Reisegruppe empfahl eine Umkehr, aber manchmal kann ich mich auch durchsetzen. Wir wurden nicht enttäuscht. An dem etwas größeren künstlichen Gewässer labten sich Elefanten mit Zebras, Springböcken und anderen Antilopen in zufriedener Gemeinschaft am erfrischenden Nass bei Außentemperaturen von über 40°C. Als wir ankamen, waren wir auch ganz allein dort. Kurze Zeit später kam allerdings ein weiterer großer Jepp und stellte sich mit laufendem Motor und lauter, laufender Klimaanlage dort ab. Dieser Lärm vertrieb sowohl die Tiere als auch uns.

Da am Abend noch eine Sundowner Tour geplant war, haben wir uns dann in Richtung des östlichen Ausgangs begeben und unsere Lodge für die nächsten zwei Tage aufgesucht.

Mittlerweile konnte ich dank besseren Internets in unserem letzten Camp noch 2 Videos der Elefantenfamilie beim baden am Vortag hochladen, was ich hier noch gern zur Ansicht bereit stelle.

Eine Antwort zu „Quer durch den Etosha mit dem Auto”.

  1. Witzig, ich dachte auch erst an die Fußballmannschaft. 😊

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu hotdogjimmy Antwort abbrechen

Search

Latest Stories